Derzeit sorgt ein neues Plugin bzw. eine neue Software für Furore, die den JPEG Algorhytmus neu interpretiert hat und bis zu 5x kleinere JPEG Dateien produziert, bei angeblich gleichbleibender Qualität und Format. Ich habe das ganze heute mal getestet..
Es gibt die Software derzeit in 3 Ausführungen:
– Jpeg mini als Standalone Version und für den normalen Hausgebrauch – 19,99 $
– Jpeg mini Pro als Lightroom Plugin und für Bilder mit bis zu 50MP – 149,00 $
– Jpeg mini Server als Plugin für Webseiten und -Server- 199,00 $ pro Monat
Ich habe mir also die Trial geladen und gleich ein Bild meiner Dackel ausprobiert. Wichtig zu wissen ist, das JPEGmini gleich das Originalbild überschreibt. Wer das ganze also testen will sollte sich vorher eine Kopie des jeweiligen Bildes machen.

nachfolgend noch 2 größere Beispiele Bild 1 Original aus Photoshop, Bild2 JPEGmini (2400px Längste Seite)


Test fürs Web
Derzeit speichere ich ja noch alle Bilder fürs Web mit einer längsten Kantenlänge von 1200px. Auf reinen Fotografieseiten auch gern mal 1800px.
Original = 1,26 MB mit 1200px längster Seite
Photoshop Stufe 7 = 335 KB
Photoshop Save for Web = 349KB (55%, 0,12 blur/weichzeichnen)
XNViewMP v.0.69 = 358 KB (75% best quality, progressive)
GIMP = 350 KB
JPEGmini = 350 KB
FAZIT
Für Web basierte Bilder würde ich es eventuell verwenden, allerdings sehe ich dafür keinerlei Notwendigkeit. Es stimmt zwar das es Bilder verkleinern kann und das macht es auch halbwegs gut, aber das machen eben die bereits etablierten Tools genauso. Angewendet auf großen Dateien könnte es Tatsache ganz nützlich sein, allerdings bin ich Control Freak und die fehlenden Optionen und das ich nicht weiss was genau passiert schrecken mich ab. Das ganze richtet sich dann für meinen Geschmack doch zu sehr an bewährte Apple Konzepte und User die nicht großartig nachdenken oder hinterfragen wollen beim Arbeiten.
Ich denke so ein Tool ist für eher kleinere Bilder wie Thumbnails etc. gut geeignet. Dort liegt die Priorität auf der „groben Vorschau“ und es lassen sich ein paar Kilobyte gewinnen. Auch für auf Mobilgerät ausgerichtete Websites könnte dieses Tool brauchbar sein. Da die Qualität der Fotos / Bilder dort sowieso eher nebensächlich ist, kommen die gesparten Kilobyte dem Seitenaufbau zugute.
Bei Websites mit Präsentationen von Fotoserien oder ähnlichem denke ich, dass der Verlust des Kontrastes und der tieferen Grauwerten (bei dem Bild mit den Bäumen gut erkennbar) doch zu groß ist.